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Unterschiede beim Mundnasenschutz

Welche Unterschiede bei Mundnasenschutz-Masken gibt es

Während Masken sonst nur überwiegend von medizinischem Pflegepersonal oder in der Industrie getragen wurden, werden Masken gerade zu Zeiten der Corona-Pandemie stärker gebraucht als je zuvor. Doch hier gibt es große Unterschiede beim Mundnasenschutz. Das Angebot an  Masken ist groß, doch die Frage bleibt, welche Maske effektiv schützt und vor allem, welche Maske für welchen Anlass ausgewählt werden sollte. Reicht möglicherweise eine selbst gebastelte Baumwollmaske völlig aus oder sollte man den eigenen Schutz eine Stufe wichtiger nehmen und direkt auf eine Schutzmaske mit Ventil setzen und welche Masken stehen noch als Alternative bereit? Diese Fragen möchten wir in unserem heutigen Beitrag näher erläutern.

Masken für den Beruf

Wer an Menschen denkt, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit eine Maske tragen müssen, hat meistens zuerst medizinisches Personal in Kliniken, Laboren oder Arztpraxen im Kopf. Doch auch in der Lebensmittelindustrie, in der Herstellung sowie im Verkauf oder in der Baubranche ist es üblich, eine Maske zum eigenen Schutz zu tragen. Je nach Arbeitsumgebung muss bei der Wahl der Maske darauf achtgegeben werden, dass diese die eigenen Atemwege zuverlässig schützt.

Ein medizinischer Mundnasenschutz (MNS) dient überwiegend als Fremdschutz und ist unter medizinischem Personal in Laboren, Arztpraxen, Krankenhäuser und in anderen Pflegeberufen weit verbreitet. Der Mundnasenschutz wird oftmals auch als OP-Maske bezeichnet, welche aus einem atmungsaktiven Vlies/Zellstoff mit einem integriertem Filtersystem gefertigt wird.

Beim Tragen eines medizinischen Mundnasenschutzes wird verhindert, dass Flüssigkeiten beim Sprechen oder Ausatmen aus dem Mundrachenraum des Maskenträgers in die Luft gelangen. Obwohl der medizinische Mundnasenschutz eigentlich nur das Umfeld vor einer Infektion schützt, wird auch der Träger der Maske im Mund- und Nasenbereich vor einem Zusammentreffen mit kontaminierten Flüssigkeiten wie Speichel geschützt.

  • Filternde Halbmasken

Eine filternde Halbmaske stellt eine weitaus sicherere Alternative zum medizinischen Mundnasenschutz da. Diese Art von Maske wird mit der Kurzform FFP abgekürzt was für filtering face piece steht. FFP-Masken dienen dazu, die Atemwege vor kontaminierten Partikeln, Feinstaub, Rauch und Aerosole zu schützen. Bei den FFP-Masken unterscheidet man in Masken mit und ohne Ventil.

  • Maske mit Ventil

Durch eine FFP-Maske mit Ventil wird die eingeatmete Luft durch das Ventil gefiltert, weswegen diese Maske den Maskenträger schützt aber nicht sein Umfeld.

  • Maske ohne Ventil

Eine FFP-Maske ohne Ventil filtert die Luft, die ausgeatmet wird und auch die, die eingeatmet wird. Daher dient eine Maske dieser Art als sicherer Selbst– und Fremdschutz.

Die FFP-Masken werden in die Typen 1, 2 und 3 unterteilt.

  • FFP1

Die FFP-Masken mit der Stufe 1 gelten als die Masken mit dem der geringsten Schutzleistung, da sie nur etwa 80 % der in der Luft zirkulierenden Partikel herausfiltern. Eine solche Maske darf daher nicht in unmittelbarer Nähe von erkrankten Personen getragen werden da die Atemwege nicht ausreichend geschützt werden.

FFP-Masken mit der Stufe 2 Filtern mindestens 94 % der Partikel aus der Luft und können sicher im Umgang mit erkrankten Patienten getragen werden. Zudem eignen sich diese Masken dort, wo sich allgemein gesundheitsschädliche Stoffe in der Luft befinden, die zum eigenen Schutz herausgefiltert werden müssen.

  • FFP3

Eine FFP-Maske der Stufe 3 wird in einem Umfeld getragen, das mit radioaktiven/krebserregenden Stoffen sowie Viren, Bakterien, Sporen oder anderen Krankheitserregern verunreinigt ist. Eine FFP3 Maske bietet demnach den besten Schutz der eigenen Atemwege und filtert etwa 99 % der giftigen Substanzen und Partikel aus der Luft.

Übrigens: das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt für den Kontakt oder die Pflege von mit dem Coronavirus infizierten Menschen eine FFP-Maske der Stufe 2 oder 3 zu tragen!

  • N95-Masken

Während die meisten wissen, um welches Produkt es sich bei einer FFP-Maske handelt, ist die Bezeichnung N95-Maske für viele neu. Die N95-Maske wird vor allem im amerikanischen Gesundheitswesen verwendet und ist mit einer Maske der Stufe FFP2 vergleichbar. Diese Maskenart filtert etwa 99,8 % der Viren aus der Luft, ist aber laut Studien nicht sehr viel wirkungsvoller als eine herkömmliche chirurgische Maske. Zudem ist sie verhältnismäßig teurer als andere Maskenarten.

Alltagsmasken/Community Masken

Die Unterschiede beim Mundnasenschutz sind oft klein aber haben einen große Wirkung. Vor allem die Tatsache, dass die Schutzwirkung der oftmals selbst gebastelten Masken aus handelsüblichen Materialien nicht nachgewiesen werden kann, lässt viele an einer Alltagstauglichkeit dieser Masken zweifeln. Obwohl es nach dem Stand Oktober 2020 in deutschen Supermärkten sowie öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht ist, einen Mundnasenschutz zu tragen, entsprechen die selbst gemachten Community Masken nur in den wenigsten Fällen den geltenden Normanforderungen. Schuld daran ist das oftmals sehr grobe Material der selbst gebastelten Masken und die damit einhergehende geringe Filterleistung. Wenn gerade kein medizinischer Mundnasenschutz greifbar ist, reicht zum Einkaufen natürlich auch in Ausnahmefällen eine selbst gebastelte Maske aus festem Baumwollstoff oder ein Schal/Halstuch, das die Nase und den Mund komplett bedeckt.

Zudem wird auch vergessen, dass es sich auch bei einer Alltagsmaske um ein Einwegprodukt handelt, dass nach jeder Nutzung gewaschen werden muss, um mögliche Krankheitserreger gründlich zu entfernen. Auch ein medizinischer Mundnasenschutz ist ein Einwegprodukt, welches nach jeder Nutzung durch eine neue, steril verpackte Maske ersetzt werden muss!

Wissenswertes zur Schutzwirkung der unterschiedlichen Masken:

Wie wir nun gelernt haben, gibt es große Unterschiede beim Mundnasenschutz. Nicht jede Maske schützt Sie auf die gleiche Art und Weise. Interessanterweise gibt es aber kleine Details, die die Schutzwirkung einer Maske komplett verändern können. Wussten Sie beispielsweise, dass eine chirurgische Maske, die man mit Bändern hinter dem Kopf befestigt etwa 70 % der Partikel aus der Luft herausfiltert, während eine einfache Maske mit elastischen Ohrenbändern nur etwa 40 % herausfiltert?

Wichtig ist auch, eine Maske zu wählen, deren Material nicht wasserabweisend ist. Dies hat den Grund, dass mögliche Tröpfchen auf einer wasserabweisenden Maske länger als nötig verbleiben. Auf einer wasserdurchlässigen Maske trocknen diese sehr viel schneller, was das Ansteckungsrisiko oder die Kontamination der Hände mit dem Tröpfchen stark verringert.

Unser Tipp zum Schluss: Ganz gleich, welche Maske Sie tragen – eine Maske ist besser als keine Maske und zu Ihrem eigenen Schutz und der Gesundheit Ihrer Mitmenschen zu Liebe sollten Sie auf eine Maske dort nicht verzichten, wo diese vorgeschrieben ist. Eine Maske alleine stellt übrigens auch keinen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung dar, weswegen Sie unbedingt auf die vorgegebenen Hygieneregeln achten sollten, in dem Sie den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einhalten und auf gute Handhygiene durch die Verwendung von Desinfektionsmittel und regelmäßiges Händewaschen achtgeben.